Das seit Jahren leerstehende Hochhaus an der Kreuzung Zwickauer Straße/Reichsstraße gehört zu den prägenden, aber bisher wenig einladenden Bauwerken im Süden von Chemnitz. Besonders für Besucher:innen, die über die Autobahnabfahrt Chemnitz Süd oder die Messe in die Stadt kommen – und das gerade im Kulturhauptstadtjahr 2025 – wirft der Zustand des Gebäudes einen Schatten auf das Stadtbild.
Doch genau dieser Ort soll nun ein Zeichen des Wandels, der Kreativität und des neuen Selbstbewusstseins von Chemnitz setzen: Gemeinsam wollen Architekt:innen des Arbeitskreises Chemnitz – Kulturhauptstadt 2025 der Architektenkammer Sachsen und der Verein Baukultur für Chemnitz e. V. das Hochhaus in ein temporäres Kunstwerk verwandeln. Eine großflächige Verhüllung der Fassade – teils mit Stoff der Firma Saxa-syntape GmbH aus Werdau, die auch für das weltberühmte Verhüllungsprojekt des Arc de Triomphe in Paris durch Christo Garn lieferte – soll die architektonische Struktur des Hauses wieder sichtbar und gleichzeitig künstlerisch interpretierbar machen.
Vom Leerstand zur kulturellen Landmarke
Das Hochhaus ist längst mehr als nur ein leerstehender Bau. Es wurde bereits zum Symbol für urbane Identität, als die Chemnitzer Band Kraftklub in einem spektakulären Musikvideo eine Performance vom Dach des Gebäudes veröffentlichte. Die Bilder gingen viral und zeigten Chemnitz als selbstbewusste Stadt mit klarer Haltung – roh, echt und voller Energie.
Nicht ohne Grund diente genau dieses Gebäude später auch als Ausgangspunkt des offiziellen Bewerbungsvideos der Stadt für den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025. Der Blick vom Dach des Hochhauses wurde so zu einem filmischen wie symbolischen Startpunkt für eine Reise durch das neue Chemnitz – eine Stadt im Wandel, getragen von ihren Menschen, ihren Ideen und ihrer Kraft zur Transformation.
Interaktive Fassade und kreative Plattform
Im Rahmen der Verhüllung entsteht zudem eine digitale Schnittstelle: Mittels sogenanntem „Tablet Malen“ können Besucher:innen eigene kreative Ideen auf die Verhüllung projizieren und als digitale Erinnerung mitnehmen. Unternehmen der Region erhalten zugleich die Möglichkeit, mit der Fassade sichtbar Präsenz zu zeigen.
Sponsoring als kulturelles Engagement
Damit dieses außergewöhnliche Projekt realisiert werden kann, werden engagierte Sponsoren und Unterstützer:innen gesucht, die bereit sind, die Finanzierung der Verhüllung sowie die begleitenden Vermittlungsformate und Kommunikationsmaßnahmen zu fördern. Als Partner:innen der Aktion haben Unternehmen nicht nur die Chance, sich öffentlichkeitswirksam im Kontext des Kulturhauptstadtjahres zu präsentieren – sie setzen zugleich ein starkes Zeichen für kulturelle Verantwortung und die gestalterische Zukunft von Chemnitz.
Mit der nötigen Unterstützung wird das Projekt zu einem weiteren Highlight im Kulturhauptstadtjahr 2025 – an einem Ort, der wie kein anderer für Aufbruch, Perspektivwechsel und kreative Selbstermächtigung steht.
Kontakt für Rückfragen, Sponsoring und Projektunterstützung:
Sophie Watteyne
Assistenz des Vereinsvorstandes
Baukultur für Chemnitz e. V.
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